Es gibt viel zu schreiben

27 Mar

Schule:
In der Schule sind nur 5 bis 6 Kinder, meistens aber auch weniger. Deswegen kann ich zum Beispiel mich besser konzentrieren. Wir arbeiten im ersten Block der Schule bis 10:15, dann haben wir eine 15 Minuten Pause, können was trinken und was essen. Danach im 2. Schulblock haben wir bis 12:15 Schule. Es macht sehr Spaß und die Lehrerin ist super nett. Fasst am Ende der Schule machen wir noch ein Spiel und dann können wir gemeinsam mit unserer Lehrerin in die Gruppe gehen.

Als ich hier hin kam dachte ich „o Gott wo bin ich denn hier gelandet“. Aber dann bemerkte ich, das es hier gar nicht so schlimm ist und die Leute die hier sind um mir zu helfen. Am Anfang habe ich gedacht, die sind doch alle gegen mich. Aber so war es nicht. Ich hoffe für euch, die das Lesen egal ob jung oder jugendlich strengt euch an und versucht aus dem Schlechten was Gutes zu machen. Versucht einfach, euch nicht selbst weh zu tun oder irgendwas anderes mit euren Körper zu machen. Weil sonst landet ihr auch hier, aber ich habe daraus gelernt und ich persönlich möchte nicht mehr hier hin, obwohl die Kinder und die Betreuer nett sind.

Sportplatz:
Auf dem Gelände gibt es einen Sportplatz, auch wenn er nicht so groß ist kann man dort viele tolle Sachen machen wie Tischtennis, Basketball und Fußball. Wenn man draußen war, ist es einfach ein geiles Gefühl .
Wenn man hier drinnen ist, zwei bis drei Tage, und seine Eltern, Geschwister und seine Freundin nicht gesehen hat, dann merkt man wirklich, was man vermisst und was man liebt. Ich habe einfach meine Eltern meine Geschwister und meine Freundin vermisst, aber es kommt auch der Tag, an dem man aus der Psychiatrie entlassen wird und zu seinen Eltern oder in die Wohngruppe gehen kann. Ich selber habe aus meinen Fehlern gelernt und werde sie nie wieder in meinem Leben wieder holen, weil ich habe mich auch geritzt. Na gut das erste Mal haben wir es nicht so kritisch gesehen, aber wo ich dann abgehauen bin und erst um 12:00uhr mitten in der Nacht in die Aufnahm gruppe kam und meine Arme blutig waren haben die Leute von dem Aufnahmehaus gesagt, jetzt reicht es jetzt brauchst du Hilfe und ich habe die Hilfe dann auch angenommen und mir wurde dann geholfen. Und konnte dann auch entlassen werden in die Wohngruppe. Und jetzt habe ich bemerkt das mein Leben nicht nur am abkacken ist und das ich nichts kann sondern, das ich noch jung bin und meine Fehler wieder gut machen kann und das ich hier in der Klinik mehr Selbstbewusstsein bekommen habe und jetzt mein Leben einen Kick geben werde um alles wieder gut zu machen. Dass ich in der Schule besser sein werde und dass ich nieeee wieder und das meine ich auch mit nieee wieder hier hin komme auch wenn es mal eine gute Erfahrung ist. Ich möchte nicht mehr hier hin, weil ich persönlich gedacht habe, ich habe keine Privatsphäre mehr, weil ich immer nach allem fragen muss, wenn ich was möchte und nicht so wie zu Hause einfach was essen und an die frische Luft gehen kann.
Ich wünsche allen Kindern und Jugendlichen, das sie sich anstrengen und ich wünsche denen viel Glück genau, denen die dieselben Probleme haben. Ich habe mehr Selbstvertrauen bekommen und Kraft dazu.
von jango, 12Jahre

Selbstmord ist keine lösung !!

9 Mar

Hallo ich bin ein 14 jähriger junge bin seit 4tagen hier und wie man öfters sagt  ist es hier für die dummen Leute.  ist  falsch weil hier ist es für die Leute die Hilfe brauchen und ich selbst bin ihr weil: wegen Selbstmord, mehr als 45 schlaftabletten und bin auch freiwillig hier naja  tage vergehn schnell es gibt nette lehrer/lehrerin und viele andere Kinder .bzw. Jugendliche die meisst 14-15sind die drogen und so weiter genommen haben aber was sols viele der jugenttliche brauchen Hilfe aber wie immer erste 1-2tage wird man sagen ihr ist voll das Gefängnis aber ist es nicht genau ist gibt auch viele Sachen zu spielen und yaaa unter meine Erfahrung gibt euch kein (Selbstmord), Selbstmord ist so sinn los weil du nicht eine Person zum Weinen, Leiden bringst sondern mehrere (Familie) es ist ganz normal ihr wie auf Klassen fahrt oder soo. die wirklich hilfe brauchen sollten sich in einer Psychiatrie anmelden. besser freiwillig sonst wird’s schlimmer und kein SELBSTMORD!! Das ist unnötig und soo was dummes. ich habe es selber gemerkt das Selbstmord keine Lösung ist tjaa jetzt bin ich hier. aber wenn ich hoffentlich 10-12Tage entlassen werde mache ich 45-50Euro Entschuldigung geschenk an meine Familie das ich Selbstmord machen wollte, weil es ist wirklich keine Lösung !!!  aber wirklich hier ist es auch schön. es gibt fasst jede zeit soo zwischen mal zeit und ja man wird ihr auch gut ernährt. ich danke an den Leuten bzw. Lehrerin/Lehrer und die Ärzte das sie mir kla gemacht haben dann Selbstmord keine Lösung ist aber ehrlich zu sein dass ich mir alleine kla geworden das Selbstmord keine Lösung ist!!! ich hoffe ihr habt es nicht vor weil es nichts anderes macht aus er deiner Familie schaden!!!

KEIN ZURÜCKIch…

6 Mar

KEIN ZURÜCK

Ich bin jetzt schon seit 1 Woche hier. Mal wieder! Ich weiß nicht der wievielte Aufenthalt es mittlerweile ist. Aber es ist nicht die 1. Klinik. Früher war ich einmal wöchentlich in der Psychiatrie, weil ich einfach nicht mit meinen Suizidgedanken klarkomme, die ich aber nun mal leider jeden Tag habe. Nur halt nicht immer gleich stark. Aber andererseits kam ich auch nicht mit meiner Krankheit klar! Irgendwann letztes Jahr im Juni habe ich mal wieder einen Suizidversuch gestartet der mir 12 Tage Intensivstation eingebracht hat! Da habe ich schon angefangen mir Gedanken zu machen. Ich bin dann nicht in die Klinik gekommen wohin ich damals immer gekommen bin, sondern in eine andere Klinik, weil die Ärzte und ich der Meinung waren, das sie mich dort noch nicht kennen und somit besser mit mir arbeiten können. Während dieses Aufenthaltes habe ich viel über mich und meine Krankheit gelernt. Konnte am Anfang jedoch nicht viel von dem anwenden was ich gelernt hatte, da ich eine Therapeutin hatte mit der ich mich überhaupt nicht verstanden habe. Dann jedoch ist die Stationspsychiologin meine Therapeutin geworden und das war das Beste was mir hätte passieren können. Von da an hat sich alles geändert. Ich war seit August nur noch 2 mal in der Psychiatrie und mir ging es oft so gut wie noch nie. Aber ich hatte ja auch noch ein Problem von dem meine Therapeutin nichts wusste und zwar das ich kiffe.

Ich zog in ein anderes Heim und die Probleme wuchsen mir wieder mal über den Kopf. Ich hatte mich nämlich selber auf Entzug gesetzt und dann hatte ich aber noch gefühlt 100 andere Probleme und dann vor 8 Tagen wollte ich wieder davor fliehen und bin hier notfallmäßig eingeliefert worden. Ich war seit 2010 nicht mehr hier da ich viel umgezogen bin, doch alle Mitarbeiter  die damals schon da waren, kennen mich noch und das ist ein scheiß Gefühl. Heute oder morgen werde ich wieder entlassen und ich habe mir fest vorgenommen nicht mehr hierherzukommen, denn ich werde nächsten Monat auch schon 18.

Und eins habe ich hier wieder gelernt: Mein Leben zu schätzen und das solltet ihr auch!!! Egal wie scheiße alles zu scheinen mag. Es gibt immer etwas wofür es sich zu leben lohnt!!!! (z.B. eure Eltern, die Geschwister, der Freund oder die Freundin und wen es sonst noch gibt!!!)

 Verfasser: BMlover

Auf und ab

26 Jan

Ich stand mit meiner Erzieherin in der Schleuse, all diese bekannte Gesichter der Ärzte und PED’s (Pflege- und Erziehungsdienst). Ich wurde doch erst vor 1 ½ Wochen entlassen, ging es mir durch den Kopf, ich hatte mich damals so gefreut, dass ich entlassen wurde. Ich wartete auf die lästige aber schon gewohnte körperliche Untersuchung.

Das war vor ungefähr sechs Wochen. Jetzt sind schon wieder eine Entlassung und eine Notaufnahme dazu gekommen. Diesmal ist mir der Mut endgültig ausgegangen. Was bringt es mir hier, wenn es mir hier gut geht, aber in meiner Wohngruppe nicht einmal ein Tag vergeht ohne, dass ich Suizidgedanken habe? WAS??? Dabei war eine große Menge Wut mit von der Partie. Wut auf die Ärzte und Betreuer der Klinik, dass sie mich nicht ausreichend therapiert habe. Wut auf meine Erzieher, dass sie meine Hilfeschreie nicht gehört habe. Wut auf meine Therapeutin, die außer meinen Bildern zu interpretieren, mir nichts zu sagen hat. Aber vor allem Wut auf mich selber, dass ich schon wieder es nicht geschafft habe, was ich mir am meisten gewünscht habe. Wieder normal in den Alltag zurück zu kommen ohne Medikamenten und weitere Klinikaufenthalten. Und plumps ist dieser Wunsch geplatzt, wie eine Seifenblase.

Mein erster Klinikaufenthalt war kurz vor den Herbstferien. Ich hatte Suizidgedanken. Nach drei langen Tagen, die sich hinzogen wie Kaugummi, wurde ich auf die Jugendstation verlegt. Dort gefiel es mir relativ gut. Natürlich nicht so wie in der Wohngruppe. Ich fühlte mich eingesperrt. Ich konnte einfach nicht raus wann ich möchte, wohin ich möchte und wie lange ich möchte. Ich kann nicht einfach so mein Handy haben, nur zu bestimmten Zeiten und nur 15 Minuten, mit meiner Family kann ich auch nur viermal pro Woche à 10 Minuten telefonieren. Das sind Sachen, an die man merkt, dass es kein Kindergeburtstag ist. Ich habe mich auch nach Wochen einfach nicht daran gewöhnt.

Mit den Mitpatienten versteht man sich meistens von Anhieb an gut. Man geht auch mit den Leuten ganz anders um, als wenn man die Leute auf der Straße treffen würde. Wie anders kann ich nicht so sagen, ich denke, dass jeder vom anderen weiß, dass er in einer schwierigen Lebensphase ist und so ist man untereinander irgendwie verbündender. Man lacht sehr viel untereinander und erinnert sich immer an Dinge, die schon mehrere Wochen her sein können, und man lacht immer wieder von neuem. Zum Beispiel, als wir mit einem Wecker Kicker gespielt haben, da der richtige Ball verschwunden war.

Während meinem ersten Aufenthalt auf der Jugend, ist meine Mutter verstorben, deshalb wurde ich wieder zurückverlegt. Dort waren die ersten Tage schwer, ich musste erst begreifen was passiert war. Die Betreuer haben mir versucht die Tagen so angenehm, wie möglich zu gestalten, dies funktionierte größtenteils auch. Dann fingen auch die Therapien an, vor allem die Ergotherapie bereitete mir viel Spaß. Mir ging‘s wieder soweit ganz gut und am Karnevalanfang kam ich wieder auf die Jugendstation. Ab da ging’s dann wieder bergauf. Das abwechslungsreiche Wochenprogramm (z.B. Kochgruppe oder Kino) hatten höchstverscheinlich Mitschuld daran. Dann kamen auch die Beurlaubungen in die Gruppe erst am Wochenende, dann auch in der Woche. Nach insgesamt fast 7 Wochen wurde ich entlassen.

Kurz darauf kam ich wieder in die Psychiatrie. Ich hatte wieder vermehrt Suizidgedanken und habe es in mir selber nicht mehr ausgehalten. Ich wollte und musste Hilfe annehmen. Denn eins habe ich beim ersten Mal gelernt: man muss sich helfen lassen um in Leben weiter zukommen! Und ich wollte, ich wollte meiner Mutter zeigen, dass ich es schaffe. Ich schaffte es auch, nach 4 Tagen wurde ich auf die Jugendstation verlegt. Dann kam der Rückschlag. Ich hatte wieder Suizidgedanken und konnte mich nicht melden. Das hieß Intensivstation. Ich musste im Sichtbereich bleiben, wie ich das hasste, nichts ohne PED machen, nicht einmal alleine auf Toilette gehen und die ganze Zeit auf einem Stuhl oder einem Klappbett sitzen. Am nächsten Tag war dann auch Visite die bei mir ziemlich mies gelaufen ist. Ich mag allgemein keine Visiten zu viele Leute, zu viele Fragen auf die man keine Antwort weiß. Diesmal war es voller Missverständnisse, die mich verwirrt und deprimiert haben. Desto schöner war es, dass ich am nächsten Tag auf Jugendstation verlegt worden bin. Dort wurde ich direkt von einer Mitpatientin, die ich noch vom ersten Mal kannte, aufgefordert Muffins zu backen. Das ist das was ich an der Jugend mag, das man nicht immer von einem PED abhängig ist, der alles überwachen muss, wie auf der Intensivstation, sondern man vieles alleine machen kann, solange es die Rahmbedingungen erfüllt. Ich habe da so viel gelacht wie lange davor nicht mehr. Ein Tag vor Weihnachten wurde ich dann entlassen und ich habe mir gesagt, dass ich in der nächsten Zeit die Klinik, nicht mehr betreten möchte.

Aber daraus wurde nichts, denn jetzt sitze ich am PC der Intensivklasse und schreibe den Bericht. Ich hatte viel Stress in der Gruppe und habe mich dann immer mehr verschlossen und habe mich nicht mehr getraut zu sagen, wenn es mir nicht gut geht. Bis es dann explodierte und ich als Notaufnahme wieder in die KJP kam. Ich wusste, dass ich wieder lernen musste Hilfe anzunehmen, um im Leben weiter zu kommen, denn das hatte ich verlernt.

Es ist ungefähr eine Woche her, als ich angefangen habe den Bericht zu schreiben. Alleine das Schreiben hat mir geholfen und jetzt habe ich einen anderen Blickwinkel auf meine Situation. Trotzdem habe ich den Bericht in seinem Ursprung gelassen.

Ich habe Medikamente für meine Stimmung bekommen. Ich bin jetzt stabiler geworden und habe wieder Vertrauen zu den Leuten, die mir helfen wollen gefasst. Die Schule und die Gespräche mit dem Seelsorger haben mir immer wieder positiven Energien gegeben. Heute Nachmittag werde ich bereits entlassen. Zwar habe ich noch paar Zweifeln, dass ich in der Gruppe wieder einen festen Fuß fassen kann. Aber ich werde es versuchen und vor allem mir von anderen helfen zulassen.

Verfasst von: Anonym.

Warum eigentlich?

26 Sep

Warum eigentlich?

Eine Entscheidung zu treffen ist immer schwer.

Ich hatte meine schon getroffen,

wollte mich nur noch von meinen Klassenkameraden

und „Freunden“ verabschieden.

Ich wollte nur noch weg,

Stand an einem Punkt, an dem ich mit dem nächsten

Schritt eine Lücke aufgerissen hätte, die nicht mehr

zu schließen gewesen wäre.

Ich hielt inne, einen Moment, einen Atemzug,

aber es reichte um zu zweifeln,

einen Zweifel der den stärksten Willen brach.

Ich trat zurück, atmete durch.

War dies die richtige Entscheidung?

Ich weiß es noch nicht… Ich ging zu meinem

Psychologen, schilderte ihm alles.

Sagte ich würde alles tun damit so etwas

nicht mehr vorkommt.

Ich traf eine Entscheidung,

die Entscheidung mir helfen zu lassen.

Es fiel mir schwer, meine Sachen zu packen,

nachdem ich vom Psychologen nach Hause

kam.

Die Gewissheit zu haben, dass man diesen

Ort in den nächsten paar Wochen nicht

mehr sehen wird.

Auch der Gedanke, an das, was die

Klassenkameraden von einem halten

würden, wenn sie wüssten warum

ich so lange in der Schule fehle

und weswegen.

Aber was hat man zu verlieren,

wenn man schon aufgegeben

hat?

Wenn man an diesem Punkt

Angekommen ist, dann spielt es

keine Rolle mehr, was die anderen

Von einem denken.

Für mich war es die letzte Chance

alles wieder in die richtige Richtung

zu lenken.

Ich bin jetzt seit zwei Wochen hier.

Es waren wahrlich keine leichten

Wochen

und es treten immer wieder Situationen

auf, in denen man in seine alten Verhaltensmuster

zurück fällt,

in denen man den Gedanken an den letzten Sprung,

den letzten Schnitt, den letzten Atemzug

einfach nicht loswird.

Aber es wird hier auch eine Hoffnung geweckt,

die Hoffnung, welche man schon längst

verloren geglaubt hat,

an ein Leben mit Freude und Spaß

in allen Farben die man sich nur vorstellen kann

und nicht nur in Schwarz und Weiß.

Man sieht einen Sinn darin weiter zu kämpfen,

mit jedem Tag fällt Es einem leichter.

Und selbst wenn es zu einem Rückfall kommt,

wird man nicht allein gelassen, es wird einem

eine Stütze an die Hand gegeben an der man sich

wieder hochziehen kann.

Klar ist es schwer, wieder von vorn anzufangen,

versuchen sich helfen zu lassen.

Aber da man, wenn man an der gleichen Stelle

steht, wie ich, nichts mehr zu verlieren hat,

lohnt es sich weiter zu kämpfen,

sich helfen zu lassen.

Dafür lohnt es sich eine

Entscheidung zu treffen

Hoffentlich

© by Katsute

Mein Leben hier, zwischen Wollen und Müssen

19 Sep

Nun bin ich bereits seit mehr als fünf Wochen hier und habe mittlerweile auch erkannt das man mir hier nur helfen will.
Anfangs war ich auf der Intensivstation, 3 Wochen lang. Und ich muss sagen, es ist echt nicht klasse da. Ich befand mich, 2 Wochen im “Sichtbereich” und durfte weder Gürtel noch Schnürsenkel noch irgendwas anderes spitzes benutzen geschweige denn besitzen. Musste ständig im Sichtfeld der Betreuer (die allesamt zwar ganz nett, aber auch nicht zu nett, sind) sein und durfte nicht viel mit anderen machen. Es war die Hölle. Erst nach einer gewissen Zeit wurde das alles gelockert und ich durfte mehr machen und “sogar” allein auf das Klo gehen. Ich weiß, das man mich nur vor mir selber schützen wollte, fand das aber angesichts der Tatsachen etwas zu streng.
Jetzt bin ich auf der Jugendstation und es ist besser geworden. Mein psychischer Zustand hat sich enorm verbessert und auch Medikation bekomme ich kaum noch. Alle meine Sachen habe ich wieder und man bekommt hier sogar sein Handy (was auf der Intensivstation für mich ein Ding der Unmöglichkeit gewesen ist). Vieles ist anders und gewöhnungsbedürftig. Zum Beispiel bekommt man Aufgaben die man zu erledigen hat und somit, wurde mir so gesagt, lernt man wieder Verantwortung zu übernehmen. Theoretisch darf man auch mit anderen Patienten rausgehen, ich aber noch nicht weil ich noch nicht so lange da bin oder warum auch immer. Das ist zwar blöd, aber doch auch in Ordnung .
Die Leute hier, sind sehr nett. Obwohl ich sehr gerne hier weg gehen würde, verstehe ich mich mit allen. Man kann gut mit ihnen sprechen, obwohl ich normalerweise gar nicht der Typ dafür bin. Sie verstehen einen, weil sie ähnliches durchlebt oder wenigstens entfernt nachvollziehen können, was für Probleme man hat und wie es ist, sich so schwach zu fühlen.
Das ist äußerst tröstlich und hilft mir sehr. Auch wenn, das Verhältnis zu den Leuten von der Intensivstation besser gewesen ist.
Ich habe wieder etwas Mut gefunden weiter machen zu wollen und das ist ein angenehmes Gefühl. Muss jedoch gestehen, das das weniger die Therapien hier sind als der Wunsch endlich hier weg zu kommen und sich deshalb so lange mit mir auseinander zu setzen bis ich verstehe was ich eigentlich will und meine Situation schlau zu überdenken. Mehr als vor mich her vegetiert habe ich ja nicht wirklich auf der Intensivstation, und auf der Jugendstation bin ich noch nicht lange genug um konkret sagen zu können das dass der Auslöser meiner Genesung war.
Bald werde ich entlassen und freue mich schon darauf endlich nach hause zurück zu dürfen (und auch zu bleiben) denn manchmal kommt mir das hier vor wie eine Art Gefängnis.

Ein neuer Weg in die Zukunft

16 Sep

Ich habe alle Leute gehasst die mir gesagt haben das es das richtige ist wenn ich hier bleiben würde…mittlerweile denke ich das gleiche auch wenn sehr viel passieren musste in meinem Kopf um das zu verstehen.

Drogen, Vermisstenanzeigen, Anzeigen all das waren und sind meine Probleme.

Man lernt viele Leute mit verschiedenen Persönlichkeiten kennen, jeder von diesen hat ein anderes Problem (Krankheitsbild) und alle hoffen schnellstmöglich wieder raus zu kommen. Jeder leidet genauso wie man selber.

Auf der Intensivstation ist es am Anfang echt Horror keine Ausgänge die Türen verschlossen. Viele Ärzte mit weißen Kitteln. Die Regeln sind streng viele dürfen nur in Begleitung auf die Toilette und Duschen. Viele Sachen werden einem abgenommen wegen Verletzungsgefahr. Man hat fast keinen Kontakt zur Außenwelt nur mit den Eltern kann man abends 10 Minuten Telefonieren.

Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und denkt über die verschiedenen Dinge nach und ich habe es eingesehen dass die Ärzte hier und meine Eltern zu Hause nur das richtige für mich wollen auch wenn es für mich von hieraus nicht nach Hause sondern in ein geschlossenes Heim geht. Eine Welt ist für mich zusammen gebrochen ich war so enttäuscht von meinen Eltern das sie mir so was antuen können. Nach und nach denke ich mir ich sollte mich darauf einlassen es ist meine einzige und letzte Chance sonst würde ich mein Leben nie wieder in den Griff bekommen.

Die Drogen können einem das Leben echt versauen habe ich gemerkt. Mit jedem Joint wurde mir meine Familie unwichtiger die Schule wurde mir egal und irgendwie musste man an das Geld für die Drogen ran kommen.

Ich will mein Leben nicht einfach so wegwerfen ich habe Träume und ich hoffe das ich es schaffe. Morgen werde ich entlassen es wird Hart aber ich freue mich auf das was jetzt kommt. Ohne Drogen und Anzeigen !

 

Anonymer Verfasser; hochgeladen durch Administrator.

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